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Barbecue – BBQ – Grillfest im Garten

Das Wort Barbecue kommt aus dem amerikanischen und bedeutet im amerikanischen Englisch Bratspieß. Das klassische Barbecue hat seine Ursprünge in den USA, genauer in den Südstaaten und wird dort seit langer Zeit zelebriert. In den USA versteht man nämlich unter dem echten BBQ ein riesiges Gartengrillfest mit vielen Freunden, Nachbarn und Verwandten, bei dem große Fleischstücke, manchmal auch ganze Tiere – z.B. Spanferkel – am Spieß über dem offenen Feuer oder in einem Grillbehälter zubereitet werden.

Das Barbecue nimmt einen Nachmittag, eher noch einen ganzen Tag in Anspruch. Nicht das gemeinsame Essen allein ist der Sinn dieses Festes, sondern Spiel, Unterhaltung und Spaß, während das Fleisch oft stundenlang vor sich hin brutzelt. Hier liegt auch der Unterschied zum Grillen. Beim Barbecue, oder auch in Kurzform BBQ geschrieben, gart das Fleisch langsam in mäßiger und indirekter Hitze, beim Grillen schnell und auf intensiver Hitze. In North Carolina wird z.B. noch die Tradition gepflegt, das ganze Schwein über Nacht in einem speziellen Grill zu garen.

Die Rezepte für entsprechende Marinaden werden in alter Familientradition den jeweiligen Nachkommen überliefert und jede Familie hat ihr spezielles Geheimrezept für eine köstliche Marinade. Die Trapper garten schon im 17. Jahrhundert ganze Bisons in Form des Barbecue. Zwar wird im Englischen das Wort Barbecue ursprünglich für dieses spezielle Grillfest genutzt, allerdings auch inzwischen für das Grillen. Das führt im deutschsprachigen Raum oft zur Verwirrung bei der Benutzung des Wortes und lässt die eigentliche amerikanische Barbecue-Tradition in den Hintergrund treten.

Der Ursprung des Wortes wird in der französischen Sprache vermutet, nämlich im “Barbe-á-queue”, also vom Bart bis zum Schwanz, da die Tiere eben in dieser Weise auf dem Grillspieß befestigt wurden. Die Zubereitung von Fleisch am Spieß über einem offenen Feuer ist allerdings so alt wie die Menschheit und dank Entdeckung des Feuermachens eine der ersten Zubereitungsweisen von Fleischspeisen gewesen. Funde von versteinerten Fleischresten an Feuerstellen belegen, dass bereits vor 300.000 Jahre die ersten Barbecues – natürlich mit dem Hintergrund der Sättigung – veranstaltet wurden.

Obwohl das Barbecue, bzw. die abgewandelte Form des Grillens, heute überall bekannt ist und zu großen Festen in der warmen Jahreszeit dazu gehört, sind und bleiben die Amerikaner das Volk des Barbecue: Statistisch besitzt jeder Amerikaner 1,4 Grillgeräte! Selbst wenn wir hier in Deutschland nicht mehr unbedingt ein ganzes Schwein – oder gar ein Bison – für ein Gartengrillfest aufspießen: Der Duft gegrillten Fleisches lässt noch fast jedem das Wasser im Mund zusammenlaufen…


 Bereich: Grillen


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